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Achtung: Diese Medikamente können Mundtrockenheit verursachen
Mundtrockenheit (Xerostomie) ist ein weit verbreitetes Symptom, das für viele Betroffene sehr belastend sein kann. Einer der häufigsten Auslöser sind Medikamente. Schätzungen zufolge verursacht mehr als jedes fünfte verordnete Medikament als Nebenwirkung eine verminderte Speichelproduktion. Da Speichel für die Gesundheit von Zähnen, Schleimhäuten und die Verdauung wichtig ist, sollte man wissen, welche Präparate besonders häufig betroffen sind. 1. Blutdrucksenker Zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten gehören Antihypertensiva. Vor allem: Diuretika (Entwässerungstabletten) wie Hydrochlorothiazid, die den Wasserhaushalt reduzieren Beta-Blocker wie Metoprolol oder Bisoprolol, die die Aktivität des vegetativen Nervensystems beeinflussenBeide Gruppen können die Speichelproduktion deutlich verringern. 2. Antidepressiva und Psychopharmaka Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden zusätzlich unter Mundtrockenheit – oft aufgrund ihrer Medikamente. Besonders betroffen sind: Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wie Citalopram oder Fluoxetin Neuroleptika (Antipsychotika) wie Olanzapin oder RisperidonDiese Mittel beeinflussen die Neurotransmitter im Gehirn, die auch für die Speichelbildung verantwortlich sind. 3. Schmerz- und Beruhigungsmittel Auch Schmerzmittel und Beruhigungsmittel können eine Mundtrockenheit begünstigen. Opioide wie Morphin oder Fentanyl vermindern die Aktivität der Speicheldrüsen Benzodiazepine wie Diazepam wirken entspannend, dämpfen aber auch die Speichelproduktion 4. Medikamente gegen Allergien und Erkältungen Viele Menschen nehmen im Frühjahr oder Herbst Antihistaminika oder Nasensprays ein, ohne zu wissen, dass diese Mittel die Mundschleimhaut austrocknen können. Antihistaminika der älteren Generation wie Diphenhydramin Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin oder OxymetazolinBeide Gruppen verengen Blutgefäße und reduzieren damit die Speichelproduktion. 5. Medikamente gegen Harninkontinenz und Magenprobleme Anticholinergika (z. B. Oxybutynin, Tolterodin), die bei Blasenschwäche eingesetzt werden Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Omeprazol können indirekt Mundtrockenheit begünstigen, da sie den pH-Wert im Mund verändern 6. Krebsmedikamente Patienten, die eine Chemotherapie oder Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich erhalten, sind besonders gefährdet. Diese Therapien können die Speicheldrüsen dauerhaft schädigen. Was tun bei medikamentenbedingter Mundtrockenheit? Nicht eigenmächtig absetzen: Medikamente sollten niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Arzt oder Apotheker informieren: Oft gibt es Alternativpräparate mit geringerer Nebenwirkung. Zusatzmaßnahmen ergreifen: Viel trinken, zuckerfreie Kaugummis kauen oder spezielle Speichelersatzmittel verwenden. Regelmäßige Zahnarztbesuche: Da das Kariesrisiko erhöht ist, sind engmaschige Kontrollen wichtig. Achtung: Diese Medikamente können Mundtrockenheit verursachen Blutdrucksenker: Hydrochlorothiazid, Metoprolol, Bisoprolol Antidepressiva: Amitriptylin, Citalopram, Fluoxetin Neuroleptika (Antipsychotika): Olanzapin, Risperidon ( bei Schizophrenie, Bipolare Störungen) Schmerzmittel (Opioide): Morphin, Fentanyl, Oxycodon (bei starken Schmerzen) Beruhigungsmittel: Diazepam, Lorazepam (bei Angst, Schlafstörungen) Antihistaminika (ältere Generation): Diphenhydramin, Clemastin (bei Allergien, Heuschnupfen) Nasensprays (abschwellend): Xylometazolin, Oxymetazolin (bei Erkältung, verstopfter Nase) Anticholinergika: Oxybutynin, Tolterodin (bei Harninkontinenz) Protonenpumpenhemmer (PPI): Omeprazol, Pantoprazol (bei Sodbrennen, Magengeschwüren) Krebstherapeutika: Chemotherapeutika, Strahlentherapie (Kopf/Hals) ⚠️ Wichtig: Setzen Sie Medikamente niemals eigenmächtig ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie unter Mundtrockenheit leiden. Fazit Viele Medikamente können eine Mundtrockenheit verursachen – von Blutdrucksenkern über Antidepressiva bis hin zu Allergiemitteln. Betroffene sollten die Symptome ernst nehmen und das Gespräch mit Arzt oder Apotheker suchen. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Lebensqualität trotz notwendiger Medikation deutlich verbessern.
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