Wenn im Hitze bringt nicht nur Freude mit sich: erhöhte Neigung zu Mundtrockenheit, medizinisch als Xerostomie bezeichnet.

Sommer und Xerostomie – wie hängt das zusammen?

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, freuen sich viele Menschen auf Sonne, Urlaub und warme Tage. Doch die Hitze bringt nicht nur Freude mit sich: sie stellt auch den Körper vor besondere Herausforderungen. Eine davon ist die erhöhte Neigung zu Mundtrockenheit, medizinisch als Xerostomie bezeichnet.

 

Was passiert im Körper bei Hitze?

Hohe Temperaturen führen zu einer stärkeren Schweißproduktion, um die Körpertemperatur zu regulieren. Damit verliert der Körper Flüssigkeit und Elektrolyte. Wird dieser Verlust nicht durch ausreichendes Trinken ausgeglichen, kommt es schnell zu einer leichten Dehydratation. Bereits kleine Flüssigkeitsdefizite wirken sich auf die Speicheldrüsen aus: sie produzieren weniger Speichel, der Mund fühlt sich trocken an, Sprechen und Schlucken werden erschwert.

 

Xerostomie im Sommer

Die Mundtrockenheit verstärkt sich zusätzlich durch Faktoren, die im Sommer besonders häufig auftreten:

  • Vermehrte Flüssigkeitsverluste durch Schwitzen
  • Vermehrte körperliche Aktivität im Freien
  • Konsum von Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken, die harntreibend wirken
  • Klimaanlagen in Autos und Innenräumen, die die Schleimhäute austrocknen

All dies kann zu einem erheblichen Rückgang der Speichelproduktion führen. Xerostomie ist dabei nicht nur ein unangenehmes Symptom, sondern auch medizinisch relevant: Speichel schützt die Mundschleimhaut, unterstützt die Verdauung und hat eine wichtige Abwehrfunktion gegen Bakterien. Bei anhaltender Mundtrockenheit steigt das Risiko für Karies, Mundgeruch, Schleimhautreizungen und Infektionen.

 

Vorbeugung und Tipps

Damit die warme Jahreszeit nicht zur Belastung wird, helfen einige einfache Maßnahmen:

  • Ausreichend trinken – mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich, bei Hitze oder Sport mehr
  • Zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons regen die Speichelproduktion an
  • Alkohol und koffeinhaltige Getränke nur in Maßen
  • Mund regelmäßig befeuchten (z. B. mit Wasser spülen oder spezielle Mundbefeuchtungssprays nutzen)
  • Frisches Obst und Gemüse wie Gurken, Melonen oder Orangen liefern Flüssigkeit und Vitamine

 

Fazit

Sommerliche Hitze kann Xerostomie verstärken oder sogar auslösen. Wer frühzeitig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und bewusste Lebensgewohnheiten achtet, schützt nicht nur seinen Kreislauf, sondern auch die Gesundheit von Mund und Zähnen. So bleibt der Sommer unbeschwert – mit einem Lächeln, das nicht trocken bleibt.

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