Bestimmte Inhaltsstoffe können die Schleimhäute zusätzlich reizen oder austrocknen

Mundtrockenheit: Vermeide unbedingt diese Stoffe!

Mundtrockenheit – medizinisch Xerostomie genannt – ist ein häufiges Problem, das viele Menschen im Alltag belastet. Ob durch Medikamente, Krankheiten wie das Sjögren-Syndrom oder als Begleiterscheinung von Stress: Ein Mangel an Speichel kann nicht nur das Wohlbefinden einschränken, sondern auch zu ernsthaften Problemen wie Karies, Zahnfleischentzündungen oder Pilzinfektionen führen. Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr und gezielten Therapien spielt auch die Auswahl geeigneter Produkte eine entscheidende Rolle. Bestimmte Inhaltsstoffe können die Schleimhäute zusätzlich reizen oder austrocknen und sollten deshalb gemieden werden.

1. Alkoholhaltige Produkte

Mundspüllösungen oder Sprays mit Alkohol wirken antibakteriell, entziehen den Schleimhäuten jedoch gleichzeitig Feuchtigkeit. Für Menschen mit Mundtrockenheit sind sie daher ungeeignet. Besser sind alkoholfreie Mundspülungen, die sanft reinigen und die Schleimhäute schonen.

2. SLS (Natriumlaurylsulfat)

Dieser häufige Schaumbildner in Zahnpasten kann die empfindlichen Schleimhäute reizen und die Mundtrockenheit verschlimmern. SLS steht zudem im Verdacht, die Entstehung von Aphten zu begünstigen. Für Betroffene empfiehlt sich eine zahnschonende, SLS-freie Zahnpasta.

3. Zucker und künstliche Süßstoffe wie Aspartam

Produkte mit Zucker fördern Karies – ein besonders großes Risiko bei Mundtrockenheit, da Speichel die Zähne normalerweise schützt. Auch Süßstoffe wie Aspartam sind nicht ideal: Sie können bei manchen Menschen Reizungen hervorrufen und sind zudem umstritten. Besser sind zuckerfreie Produkte mit Xylit, das zusätzlich karieshemmend wirkt und den Speichelfluss anregen kann.

4. Menthol und starke Aromen

Viele Zahnpasten, Kaugummis oder Bonbons enthalten Menthol oder intensive Aromen. Diese können zwar kurzfristig für ein Frischegefühl sorgen, reizen jedoch häufig die Schleimhäute und verstärken das Trockenheitsgefühl. Empfehlenswert sind Produkte mit milden Geschmacksrichtungen oder neutralen Formulierungen.

5. Koffein und anregende Substanzen

Koffein ist nicht nur in Kaffee und schwarzem Tee enthalten, sondern auch in manchen Zahnpflegeprodukten oder Bonbons. Es wirkt leicht entwässernd und kann die Mundtrockenheit verstärken. Menschen mit Xerostomie sollten daher auch beim Getränkekonsum auf koffeinfreie Alternativen achten.

6. Scharfe Gewürze und reizende Zusatzstoffe

Produkte mit stark scharfen Inhaltsstoffen (z. B. Chili-Extrakte) oder aggressiven ätherischen Ölen können die Schleimhäute zusätzlich belasten. Auch Konservierungsstoffe wie Parabene oder Benzalkoniumchlorid sollten möglichst gemieden werden, da sie austrocknend wirken können.

7. Tabak- und Alkoholprodukte

Auch wenn es keine klassischen Inhaltsstoffe in Zahnpflege- oder Mundprodukten sind, sollten Tabak und Alkohol unbedingt vermieden werden. Beide schädigen die Schleimhäute nachhaltig, verstärken die Trockenheit und erhöhen das Risiko für Mundkrebs erheblich.

Fazit

Menschen mit Mundtrockenheit sollten bei der Auswahl von Zahnpflege- und Mundhygieneprodukten ganz besonders auf die Inhaltsstoffe achten. Alkoholfreie, SLS-freie und zuckerfreie Produkte mit milden Aromen sind die beste Wahl. Inhaltsstoffe wie Xylit können zusätzlich helfen, den Speichelfluss anzuregen und die Zähne zu schützen. Wer unsicher ist, sollte sich von seinem Zahnarzt oder Apotheker beraten lassen, um individuell geeignete Produkte auszuwählen. So lässt sich die Mundtrockenheit wirksam lindern und gleichzeitig das Risiko für Folgeerkrankungen reduzieren.

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