CPAP Masken: Betroffene klagen über Nebenwirkungen wie trockene Lippen und einen ausgetrockneten Mund.

Trockener Mund bei der Verwendung einer CPAP-Maske?

Viele Menschen mit Schlafapnoe tragen jede Nacht eine CPAP-Maske, um Atemaussetzer zu verhindern und einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. So wichtig die Therapie auch ist – nicht selten klagen Betroffene über Nebenwirkungen wie trockene Lippen und einen ausgetrockneten Mund. Diese Beschwerden können den Schlafkomfort erheblich beeinträchtigen und dazu führen, dass die Maske weniger regelmäßig getragen wird. Mit einigen gezielten Maßnahmen lassen sich die Probleme jedoch deutlich lindern.

1. Luftbefeuchter nutzen

Die meisten modernen CPAP-Geräte verfügen über einen integrierten oder anschließbaren Luftbefeuchter. Er sorgt dafür, dass die eingeatmete Luft nicht zu trocken ist und die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum besser befeuchtet bleiben. Für viele Betroffene ist der Einsatz eines Luftbefeuchters der wichtigste Schritt, um Mundtrockenheit zu reduzieren.

2. Maskensitz überprüfen

Ein häufiger Grund für trockene Lippen und Mundschleimhäute ist eine undichte Maske. Entweicht Luft an den Rändern, strömt sie oft direkt über die Lippen und trocknet diese aus. Es lohnt sich daher, den Sitz der Maske regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf die Bänderung oder die Maskengröße anzupassen. Auch der Wechsel zu einer anderen Maskenform (z. B. Nasenpolster statt Vollgesichtsmaske) kann Abhilfe schaffen.

3. Verwendung von Lippenpflege

Eine regelmäßige Pflege der Lippen mit einem hochwertigen Lippenbalsam schützt vor Rissen und Trockenheit. Besonders geeignet sind Produkte mit natürlichen Ölen wie Kokosöl, Sheabutter oder Mandelöl, da sie eine langanhaltende Schutzschicht bilden. Vor dem Schlafengehen aufgetragen, können sie helfen, die Lippen während der Nacht feucht zu halten.

4. Hydration sicherstellen

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die Befeuchtung der Schleimhäute unverzichtbar. Es empfiehlt sich, über den Tag verteilt regelmäßig Wasser zu trinken. Vor dem Schlafengehen sollte jedoch auf übermäßige Mengen verzichtet werden, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden. Alkohol und koffeinhaltige Getränke trocknen zusätzlich aus und sollten am Abend möglichst vermieden werden.

5. Mundatmung vermeiden

Bei vielen CPAP-Nutzern tritt die Trockenheit auf, weil sie während des Schlafs durch den Mund atmen. In solchen Fällen kann ein sogenanntes Chin-Strap (Kinnband) helfen, den Mund geschlossen zu halten. Alternativ sind Vollgesichtsmasken sinnvoll, da sie sowohl Mund als auch Nase abdecken und die Atemluft gleichmäßig verteilen.

6. Speichelanregende Hilfsmittel

Es gibt spezielle zuckerfreie Gele, Sprays oder Lutschtabletten, die den Speichelfluss anregen oder künstlich Feuchtigkeit spenden. Produkte mit Aloe Vera, Xylit oder Hyaluronsäure haben sich hier bewährt. Sie können vor dem Schlafengehen angewendet werden, um die Mundschleimhaut über Nacht zu befeuchten.

7. Raumluft verbessern

Nicht nur das CPAP-Gerät selbst, sondern auch die Raumluft beeinflusst die Schleimhäute. Besonders im Winter sorgt trockene Heizungsluft schnell für Beschwerden. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer oder das Aufhängen feuchter Tücher kann helfen, das Raumklima zu verbessern.

Fazit

Trockene Lippen und ein trockener Mund sind häufige Begleiterscheinungen der CPAP-Therapie, lassen sich jedoch mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. Der Einsatz eines Luftbefeuchters, ein korrekt sitzendes Maskensystem, regelmäßige Lippenpflege sowie die richtige Flüssigkeitszufuhr sind die wichtigsten Schritte. Ergänzend können spezielle Befeuchtungsgele oder die Anpassung der Raumluft große Erleichterung bringen. Bei anhaltenden Problemen empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Schlafmediziner, um gemeinsam die optimale Lösung zu finden – damit die CPAP-Therapie nicht nur wirksam, sondern auch angenehm bleibt.

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